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Anlehngewächshaus

Gärtnern ist ein wunderbares Hobby, dem sich immer mehr Menschen zu wenden. Gerade wenn es um das Ziehen von eigenem Gemüse geht, sollten einige Dinge beachtet werden. Auch, dass einige der Pflanzen nicht nur im Jungstadium sehr empfindlich sind. Daher empfiehlt es sich, sofern ausreichend Platz im Garten vorhanden ist, sich ein Anlehngewächshaus zuzulegen. Zum Wohle Ihrer Pflanzen und somit Ihrer gesamten Ernte.

Wofür wird ein Anlehngewächshaus benötigt?

Im Anlehngewächshaus ist es bestens möglich, Pflanzen vorzuziehen. Damit kann man dem Winter bzw. einem kalten Frühjahr ein Schnippchen schlagen und einige Wochen vor der möglichen Aussaat im Freien bereits bestimmte Gemüsesorten vorziehen. Diese werden dann später, wenn es auch im Freiland warm genug ist, ins Beet gepflanzt. Hierbei handelt es sich oft um Tomaten, Salat- und kohlartige Pflanzen, aber auch Kürbis und Zucchini. Letztlich kann jede Pflanze dort gezogen werden, die das Vorziehen verträgt. Im Laufe des Sommers werden Anlehngewächshäuser sehr oft als beliebter Standort für die Tomatenpflanzen genutzt. Man hat somit eine sehr gute Kontrolle über die Pflanzen. Dort können sie mit einfachen Mitteln vor allen Wettereinflüssen geschützt werden. Damit die Pflanzen also tatsächlich unbeschadet den Sommer überstehen und eine gute Ernte erbringen können, ist die Anschaffung eines Anlehngewächshauses genau genommen ein Muss!

Die Platzwahl

Wer die Wahlmöglichkeit hat, möchte natürlich den optimalen Standort bzw. die beste Hausseite für das Aufstellen nutzen. Doch nicht immer sollte es die sonnenbeschiene Südseite sein. Denn gerade hier kann es in den Sommermonaten zu warm für die Pflanzen im Gewächshaus werden. Eine Beschattung ist in diesem Fall zwingend angeraten, damit die Pflanzen im Anlehngewächshaus nicht verbrennen. Wichtig ist allerdings, dass das Anlehngewächshaus so an die Hauswand gesetzt wird, dass es im Alltag nicht im Wege steht und sich trotzdem in das Gesamtbild des Hauses einfügt. Das bedeutet aber nun nicht zwingend, dass ein Anlehngewächshaus nur an der Wand des Wohnhauses platziert werden darf bzw. sollte. Ebenso gut kann es an die Garage oder das Gartenhaus gesetzt werden, solange der optische Eindruck des Gartens nicht gestört wird.

Welches Anlehngewächshaus darf es denn sein?

Ja, man mag über diese Frage lachen. Doch sind nicht alle Modelle miteinander vergleichbar. Dies beginnt beim Material und hört beim Preis auf. Denn wie bei allen Gartenhäusern kann man davon ausgehen, dass der Preis mit der Qualität und Langlebigkeit des Anlehngewächshauses steigt. Ein weiteres Auswahlkriterium ist der verfügbare Platz, den man für dieses Gewächshaus erübrigen kann. Auch für den kleinsten Garten lässt sich ein passendes Modell finden. Natürlich ist es wichtig, sich für ein Anlehngewächshaus zu entscheiden, das tatsächlich über eine lange Lebensdauer verfügt. Eine lange Lebensdauer bedeutet zwar auch einen meist höheren Preis. Doch kann man sich dessen sicher sein, dass das qualitativ hochwertige Anlehngewächshaus ein langjähriger Begleiter sein wird.

Das Kunststoffmodell

Sehr beliebt sind die günstigen Modelle, die aus einem Aluminium- oder Kunststoffgestänge und einer stabilen, leicht isolierenden Folie bestehen. Sie werden mit Hilfe von stabilen Kunststoffreißverschlüssen verschlossen. Über diese Öffnungen wird das Anlehngewächshaus sowohl gefüllt als auch gelüftet. Selbstverständlich können diese Vorhangtüren aufgerollt und mit Hilfe von Bändern zusammengeschnürt werden, wenn es für einen längeren Zeitraum geöffnet bleiben soll. Diese Modelle sind auch für den Laien sehr leicht aufzubauen. Es versteht sich von selbst, dass eine kleine Aufbauanleitung anbei liegt. In den meisten Fällen erklärt sich der Aufbau aufgrund der gelieferten Einzelteile von selbst.
Anlehngewächshäuser dieser Art müssen natürlich an der Hauswand befestigt werden, damit sie nicht bei stärkerem Wind wegwehen. Sie werden in verschiedenen Größen angeboten. Möchte man also ein Anlehngewächshaus kaufen, so sollte man zuvor die genauen Abmessungen genommen haben, um die passende Größe auswählen zu können.
Der Vorteil eines Kunststoffmodells ist, dass es, wenn es gerade nicht benötigt wird, auch schnell wieder abgebaut und verstaut werden kann. Die Einlagerung ist sehr platzsparend.

Doch auch ein Modell aus einem stabilen Kunststoffgerüst und Doppelstegplatten aus Polykarbonat sollte in die nähere Auswahl gezogen werden. Diese Modelle sind sehr stabil. Aufgrund der Doppelstegplatten kann dieses Anlehngewächshaus sogar als Wintergartenersatz verwendet werden – vorausgesetzt, es wird in der entsprechenden Größe erstanden. Denn die Größe ist frei wählbar. So kann ein kleines, das ausschließlich für die Tomaten reserviert ist ebenso ausgewählt werden wie das große 6,51 m² große Modell, in dem ausreichend Platz für die gesamte Vorzucht oder aber einen kleinen Kaffeetisch und zwei Stühle aufweist. Ja, diese Modelle sind, vorausgesetzt, sie wurden korrekt aufgebaut und an der Hauswand gesichert, sturm- und witterungssicher. Es versteht sich von selbst, dass neben der Tür auch ein kleines Fenster zum sicheren Lüften vorhanden ist. So sind Mensch wie auch Pflanzen bei gutem Luftaustausch sicher vor Wind und Wetter. Leider werden diese Modelle des Anlehngewächshauses ohne Fundament geliefert. Das bedeutet, dass es in Eigenregie erstellt werden müsste, wenn denn eines gewünscht ist. Doch dies muss man sich ohnehin bereits überlegen, bevor man sich das Anlehngewächshaus kaufen fährt.

Das stabile Langzeitmodell

Wer jedoch auf der Suche nach einem Anlehngewächshaus ist, dass gewissermaßen als lebenslange Anschaffung gedacht ist, der wird in einer ganz anderen Rubrik nach dem optimalen Modell suchen. Da stellt sich nun aber die Frage, was ein derartiges Modell ausmacht. Hierzu gehört ein stabiler Rahmen aus Aluminium oder Edelstahl. Beide Materialien haben sich als besonders robust erwiesen. Zudem stehen sie auch für eine einfache und zugleich sichere Montage. Die Fensterplatten sind aus Polykarbonat Hohlstegplatten gefertigt. Sie sind einfach in das Gestell einzufügen, sodass dies auch für Gärtner-Neulinge kein Problem darstellt. Nun mag man meinen, dass die Hohlstegplatten keinen ausreichenden Schutz für überwinternde Pflanzen geben. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Denn zum einen führt das Prinzip der Hohlstegplatten aus Polykarbonat beim Anlehngewächshaus dazu, dass auch das kleinste Bißchen Wärme im Winter ausgenutzt wird. Jeder kleine Sonnenstrahl wird aufgefangen und gibt seine Wärme ins Innere des Anlehngewächshaus ab. Dadurch können empfindsame Pflanzen auch ohne weiteren Schutz im Anlehngewächshaus überwintern. Auch wird die Stabilität der Polykarbonat-Platten von den meisten Menschen unterschätzt. So können die meisten Hohlstegplatten eine Schneelast von bis zu 75 kg pro m² problemlos tragen.
Ein Anlehngewächshaus mit einem Aluminium- oder Stahlrahmen wird für gewöhnlich zusammen mit einem Fundament geliefert. In dieses wird der Rahmen eingelassen, sodass dieses Modell tatsächlich im Boden verankert ist. Eine Selbstverständlichkeit sind die Tür sowie das Lüftungsfenster. Je nach Größe des Anlehngewächhaus ist eine einfache bzw. eine doppelflügelige Tür denkbar.

Was ist zu beachten, wenn ein Anlehngewächshaus angeschafft werden soll?

Zunächst einmal ist zu klären, wofür das Anlehngewächshaus tatsächlich im Alltag genutzt werden soll: Reine Pflanzenaufzucht sowie Unterbringung der empfindlichen Pflanzen, wie beispielsweise Tomaten? Überwinterung von frostempfindlichen Kübelpflanzen? Zusätzliche bzw. gleichzeitige Nutzung als Wintergarten bzw. Rückzugsort für stille Momente? Auch wenn es sich um letzteres handelt, kann ein Anlehngewächshaus von 6 bis 12 m² durchaus ausreichend sein. Doch gilt es natürlich auch, die Ausstattung des Anlehngewächshauses rechtzeitig zu überdenken. Werden Regale benötigt? Ist ein Pflanztisch eingeplant? Bedarf es im Winter zwecks Überwinterung der empfindsamen Pflanzen einer Gewächshausheizung?

Gehen wir davon aus, dass es sich um ein kleineres Modell handelt, in dem die Pflanzen geschützt und frühzeitig gezogen werden sollen, so ist es wichtig, dass alle Pflanzen viel Sonneneinstrahlung erhaschen können. Es werden also Regale benötigt, die möglichst viele Pflanzschalen aufnehmen können. Auch bei diesen Modellen des Anlehngewächshauses ist an eine Beschattung zu denken, da es bereits im frühen Frühjahr zu Tagen mit erhöhter Sonneneinstrahlung kommen kann. An diesen Tagen ist das Fenster, wenn nicht gar die Tür des Anlehngewächshauses zu öffnen, damit die Luftfeuchtigkeit ausgeleitet werden kann. Ein eventuelles Verbrennen der Pflanzen wird vermieden. Sobald die Pflanzen jedoch ins Freibeet gesetzt wurden, können hier Tomaten oder Gurken und Melonen weiter gezogen werden. Denn sie sind dem hiesigen Klima bzw. der Witterung nicht immer gewachsen. Im Anlehngewächshaus jedoch sind sie sicher verwahrt und können bis spät im Herbst immer wieder abgeerntet werden. Denn mit dem Anlehngewächshaus kann man das Gartenjahr um einige Monate verlängern, da man früher mit der Anzucht beginnen und später mit der Ernte aufhören kann.

Welche Art von Sonnenschutz bedarf es für ein Anlehngewächshaus?

Für unsere Regionen genügt eine Bambusmatte oder aber auch ein Sonnensegel mit der angemessenen Größe, um die Pflanzen im Anlehngewächshaus vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Somit kann nach eigenem Gutdünken die Farbe des Sonnenschutzes ausgewählt werden. Wichtig für einen optimalen Sonnenschutz ist aber auch das korrekte Lüften des Anlehngewächshauses. Die Pflanzen sowie auch die Erde lassen Feuchtigkeit in die Luft aufsteigen. Diese kondensiert an den Scheiben und kann somit als Brennglas wirken. So ist es an sonnigen Tagen unumgänglich, korrekt zu Lüften, damit die Pflanzen nicht wie unter der Lupe verbrennen bzw. die Erde vollständig austrocknet und die Pflanzen eingehen.

Welcher Hersteller ist empfehlenswert?

Diese Frage ist nur schwer zu beantworten, da sich die Modelle der unterschiedlichen Hersteller größtenteils ähnlich sind. Oft ist es die Kombination aus Anlehngewächshaus und Fundament, oft die Farb- bzw. Materialwahl, die den großen Unterschied ausmachen. Namhafte Hersteller für Anlehngewächshäuser sind unter anderem Vitavia, Beckmann, vidaXL, Primrose und Gärtner Pöttschke. An ihrem Standard kann und sollte man sich orientieren, wenn man auf der Suche nach einem Anlehngewächshaus ist. Preislich ist man von der Größe des gewünschten Modells abhängig. Diese können daher nur schwer miteinander verglichen werden.